Beste Arbeitsplätze? Gibt’s bei der Bundesagentur für Arbeit

• Studie zeigt, welche Unternehmen die besten Arbeitsbedingungen und Karrierechancen bieten

Hamburg, 29. Oktober 2018 – Wer gut entlohnte Vollzeitarbeitsplätze mit exzellenten Aufstiegs-und Weiterbildungsmöglichkeiten sucht, findet sie bei der Bundesagentur für Arbeit. Denn als Arbeitgeber bietet die Behörde ihren 97.000 Mitarbeitern die besten Arbeitsbedingungen und Karriereaussichten im öffentlichen Dienst, dicht gefolgt von der Deutschen Flugsicherung DFS. Das hat das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) mithilfe einer kombinierten Fragebogen- und Social-Listening-Analyse im Auftrag von Focus und Focus Money für den Deutschlandtest herausgefunden. Untersucht wurden die nach Mitarbeiteranzahl größten 17.500 Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Dabei wurden die Faktoren Arbeitsbedingungen und Karrierechancen sowie Reputation in den Bereichen Digitalisierung, Karriere und Gehalt betrachtet. 625 Firmen aus 129 unterschiedlichen Branchen, die dabei am besten abschnitten, wurden mit dem Siegel „Top-Karrierechancen“ ausgezeichnet. Das Siegel zeigt Bewerbern, bei welchen Arbeitgebern ein exzellentes Arbeitsumfeld auf sie wartet.

Die meisten Unternehmen mit Top-Karrierechancen finden sich in den Schlüsselbranchen IT- und Kommunikationstechnologie (ITK) und Maschinenbau. Aus dem Sektor ITK qualifizierten sich 20 Firmen für das Siegel. An der Spitze steht hier die auf Digitalisierungs- und Automatisierungsprozesse im Bereich Automotive, Versicherungen und Real Estate spezialisierte Eucon-Gruppe aus Münster. Ein Feld von 17 ausgezeichneten Firmen führt unter den Maschinenbauern die Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach an, die schon Teile für das Space Shuttle und das Millennium Wheel „London Eye“ produziert hat.

In der Spielwarenbranche bewiesen zwei Traditionsunternehmen, dass sie in ihrer weit über 100-jährigen Geschichte gelernt haben, ihre Mitarbeiter zu schätzen und zu halten: Ausgezeichnet wurden sowohl die Margarete Steiff GmbH, seit Generationen bekannt für die Plüschtiere mit dem „Knopf im Ohr“, als auch die Ravensburger AG, die mit ihren Brettspielen schon zehn Mal den Titel „Spiel des Jahres“ erlangt hat (unter anderem für „Hase und Igel“ und „Scotland Yard“).

Die besten Arbeitsplätze im Bereich Biotechnologie finden Fachkräfte hierzulande beim deutschen Zweig des weltweiten Spitzenreiters Amgen, der in München unter anderem 200 Mitarbeiter in einer eigenen Forschungseinrichtung beschäftigt. Im Medizintechniksektor zeigt das Siegel „Top-Karrierechancen“ Bewerben, dass die VBM Medizintechnik GmbH aus Sulz am Neckar ihnen ausgezeichnete Arbeitsbedingungen bietet.

Hintergrundinformationen

Für die Siegel-Studie „Top-Karrierechancen“ untersuchte das IMWF die 17.500 nach Mitarbeiteranzahl größten Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Mithilfe eines an die Unternehmen verschickten Paper-Pencil-Fragebogens sammelten die Analysten des IMWF Fakten zu Karriere-Aspekten der jeweiligen Betriebe, darunter Entlohnung, Aufstiegschancen sowohl insgesamt als auch speziell für neue Mitarbeiter, und inwieweit Neuanstellungen geplant sind. Ebenfalls untersucht wurde, wie stark die Unternehmen ihre Angestellten im Hinblick auf Gesundheit, Weiterqualifizierung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und unterstützen. Parallel wurde die Online-Reputation der Firmen in Bezug auf Digitalisierung, Karriere und Gehalt mithilfe einer Social-Listening-Analyse untersucht. Im ersten Schritt der Datenerhebung durchsuchte der Studienpartner Ubermetrics Technologies das Internet inklusive Social Media (insgesamt 350 Millionen öffentliche Online-Quellen) nach relevanten, öffentlichen Beiträgen, in denen die Unternehmen genannt wurden. 25,8 Millionen Fundstellen aus dem Erhebungszeitraum vom 1. September 2017 bis zum 31. August 2018 wurden schließlich an Beck et al. Services übermittelt und dort mittels Verfahren der Künstlichen Intelligenz (neuronale Netze) analysiert, den Themenfeldern zugeordnet und einer Sentiment-Analyse unterzogen. Die Ergebnisse beider Erhebungen wurden zusammengefasst und branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten abgebildet. Der jeweilige Branchensieger erhielt 100 Punkte und setzte damit den Benchmark für alle anderen untersuchten Unternehmen innerhalb der entsprechenden Branche. Für das Siegel „Top-Karrierechancen“ qualifizierten sich diejenigen Unternehmen, die dabei mindestens 60 Punkte erreichen und im Beobachtungszeitraum der Social-Listening-Analyse mindestens 20 Mal in den ausgewerteten Online-Quellen genannt wurden.

IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung

Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessiert sind. Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender  von   Mummert   Consulting  vielfältige  Erfahrungen   mit   der   Umsetzbarkeit    von Forschungsergebnissen  in  der  Managementpraxis  gesammelt  und  hat  es  sich  zur  Aufgabe  gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu initiieren.

Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung dieser Themen zu gewährleisten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.imwf.de

 

Pressekontakt

Dr. Mathias Oldhaver
IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH
Telefon: +49 (0) 40 253 185 – 140
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