Kundenvertrauen: Hyundai hängt Luxusmarke Aston Martin ab

  • Social-Listening-Studie untersucht die öffentliche Meinung zu 6.499 Marken aus 225 Branchen in Bezug auf Seriosität, Weiterempfehlung, Vertrauen und Qualität

Hamburg, 26. November 2019 – Ein Sportwagen der traditionellen britischen James-Bond-Marke Aston Martin rauscht an einem Mercedes vorbei – nur um seinerseits von einem kleinen koreanischen Hyundai abgehängt zu werden. In einem Straßenrennen wäre diese Szene geradezu unvorstellbar. Doch im Rennen um das Vertrauen der Deutschen geht unter den PKW-Produzenten Hyundai aktuell souverän vor Aston Martin und Mercedes ins Ziel. Das ist ein Ergebnis der Studie „Höchstes Vertrauen“, die das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag von Focus Money durchgeführt hat. Mithilfe einer Social-Listening-Analyse wurde dafür die öffentliche Meinung in Bezug auf Seriosität, Weiterempfehlung, Vertrauen und Qualität zu 6.499 Marken aus 225 Branchen und Produktkategorien ermittelt. 698 dieser Marken wurden mit einem Siegel für „Höchstes Vertrauen“ ausgezeichnet.

Im Bereich Motorräder und Mopeds leidet Harley Davidson zurzeit zwar darunter, dass seine Kernkundschaft schrumpft – aber dem Vertrauen in die Zweiräder der US-Kultmarke tut das keinen Abbruch. Sie erringt den ersten Platz der Branche vor Kawasaki, dem italienischen Nischen-Anbieter Aprilia und Yamaha. Wenn sie einen fahrbaren Untersatz hingegen nicht kaufen, sondern mieten wollen, bringen die Deutschen Europcar das meiste Vertrauen entgegen. Dicht auf folgen unter den Autovermietern die bekannten Namen Sixt, Hertz, Budget und Avis, die sich ebenfalls für das Siegel qualifizierten.

„Ohne Vertrauen entstehen keine Geschäfte. Das gilt vor allem für den Erfolg von Marken“, erklärt VORNAME NACHNAME vom IMWF die Motivation der Studie. „Denn beim Kauf eines Produkts schenken Kunden der Marke großes Vertrauen: dass die Ware der Beschreibung entspricht, dass das Produkt qualitativ hochwertig ist und dass alle Erwartungen an das Markenversprechen erfüllt werden.“

Im Bereich Herrenbekleidung zeigen die Deutschen dieses Vertrauen vor allem gegenüber der Marke Walbusch, gefolgt von Anson’s und Signum. Branchensieger unter den Buchhändlern wurde die Hamburger Traditionsmarke Thalia, gefolgt von der mit Karstadt kooperierenden Kette Hugendubel. Platz drei sicherte sich die Braunschweiger Buchhandlung Graff Bücher und Medien, die bereits in vierter Generation als Familienbetrieb geführt wird und neben Lesestoff auch viele Kulturveranstaltungen anbietet.

Hintergrundinformationen

Für die Siegel-Studie „Höchstes Vertrauen“ untersuchte das IMWF die Online-Reputation von 6.499 Marken aus 225 Branchen und Produktkategorien zu den Themen Seriosität, Weiterempfehlung, Vertrauen und Qualität. Im ersten Schritt der Datenerhebung durchsuchte der Studienpartner Ubermetrics Technologies das Internet inklusive Social Media (insgesamt 438 Millionen öffentliche Online-Quellen) nach öffentlichen Beiträgen, in denen die Unternehmen und Marken genannt wurden. 168 Millionen Fundstellen aus dem Erhebungszeitraum vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 wurden schließlich an die Big-Data-Spezialisten Beck et al. Services übermittelt und dort mittels Verfahren der Künstlichen Intelligenz analysiert. Mithilfe neuronaler Netze konnten die Nennungen der Unternehmen den Themenfeldern Seriosität, Weiterempfehlung, Vertrauen und Qualität zugeordnet und einer Sentiment-Analyse im Hinblick auf eine positive, neutrale oder negative Tonalität unterzogen werden. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte abschließend branchenspezifisch auf einer Index-Skala von 0 bis 100 Punkten. Der jeweils Branchenbeste erhielt 100 Punkte und setzt damit das Benchmark für alle anderen untersuchten Unternehmen innerhalb der gleichen Kategorie.

IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung

Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessiert sind. Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu initiieren. Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung dieser Themen zu gewährleisten.

Pressekontakt

Dr. Mathias Oldhaver
IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH
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