Arbeitsgemeinschaft CommTech gegründet:

Datenschutz ist die größte Barriere für datengetriebene Kommunikation

Hamburg, 20.09.2021. Dem Gründungsaufruf des IMWF zur Bildung einer „Arbeitsgemeinschaft CommTech“ unter Leitung des langjährigen
Ex-Microsoft Kommunikations-Chefs Thomas Mickeleit sind inzwischen mehr als 150 PR-Praktiker*innen gefolgt und haben begonnen, sich in 10 Arbeitsgruppen zu organisieren. In einer Befragung der Teilnehmenden wurden Erwartungen an und Barrieren bei der Umsetzung von CommTech und datengetriebener Kommunikation identifiziert.

„Der im Juni erfolgte Gründungsaufruf trifft auf große Resonanz, was einerseits beweist, wie wichtig Kommunikationsverantwortliche die Datennutzung in ihrer Stakeholder-Kommunikation einordnen, andererseits bestätigt das große Interesse die Unsicherheit, bei der Einführung von Technologien zur Automatisierung von Kommunikationsprozessen und vor allem von Infrastrukturen“, erläutert Thomas Mickeleit, Leiter der Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF).

Das deckt sich mit den Ergebnissen des European Communications Monitor 2021 (ECM21), nachdem 65% der PR-Praktiker*innen sich bei der Einführung von IT-Infrastruktur-Projekten, wie Media-Analytics, Dashboards, CRM Systemen, überfordert fühlen.

In der Befragung der Teilnehmenden wird allerdings als größte Hürde bei der Einführung von Technologien der Datenschutz genannt. 41% sagen dass der Datenschutz ein großes oder sehr großes Hindernis darstellt, gefolgt von fehlenden Budgets mit 37% und gleichauf mit dem Problem, Technologien in die bestehende IT-Landschaft zu integrieren. Aus der Befragung lässt sich auch herauslesen, dass viele Unternehmen noch keine Digitalisierungsstrategie haben. Für 28% ist die fehlende Strategie ein großes oder sehr großes Hindernis, wenn man die Bewertungen hinzuzählt, die fehlende Strategie als mittleres Hindernis ausmachen, sind es 68%. Was die Kommunikationsverantwortlichen nach den Befragungsergebnissen auch quält, ist die fehlende Übersicht über bestehende Lösungen im Markt. Auch hier sagen 28%, dass fehlende Markttransparenz eine große oder sehr große Barriere darstellt, insgesamt sehen darin 77% ein Problem.

Was optimistisch stimmt ist die große Unterstützung, die PR-Praktiker*innen offenbar von ihren Kommunikationsleitungen erfahren, wenn es um ihre Digitalisierungsbemühungen geht. Nur 4% sagen, dass fehlende Unterstützung eine Barriere darstellt. 11% sehen fehlende Unterstützung als Barriere, wenn es um ihre Vorstände / Geschäftsführungen geht, aber immerhin 52% empfinden damit keine oder nur kleine Widerstände.

Bei der Selbsteinschätzung, wo sich ihre Kommunikationsfunktion auf der Reise in die Digitalisierung befindet, sagen 39%, man habe noch gar nicht begonnen, 54% befinden sich in der Umsetzung und sieben Prozent glauben, dass sie die Digitalisierung nahezu abgeschlossen haben. Wenn es um das vorrangige Interesse der Teilnehmenden an der Mitwirkung in der Arbeitsgemeinschaft geht, steht deshalb der Austausch mit Praktiker*innen ganz vorn. Für 88% ist das die Motivation zur Mitwirkung, gleichauf mit dem „Lernen aus Best-Practices“. 90% der Teilnehmenden wollen aktiv partizipieren und sich nicht auf die Rolle eines Zuhörenden beschränken.

Auf Basis der Rückmeldung aus dem Kreis der AG Teilnehmenden wurden jetzt 10 Arbeitsgruppen gegründet, nämlich CommTech, Media-Analytics, Reporting/Daten-Visualisierung, KI, Data-Storytelling, KPIs, CommTech-Tools, Rollen & Skills, Technologie-Trends sowie Datenschutz & Compliance. Die Arbeitsgruppen setzen sich konkrete Arbeitsziele, die zu für die Teilnehmenden verwertbaren Ergebnissen führen. Die Gruppen verfahren dabei nach dem Modell von Design-Sprints und sind nicht auf langfristige Erfolge ausgerichtet. Über die Arbeitsergebnisse und Fortschritte in den Arbeitsgruppen wird in Webinars, z.T. auch öffentlich, berichtet.

Zur Methodik der Befragung:
Befragt wurden die bis zum Stichtag eingetragenen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft CommTech im Wege einer Online-Befragung. 96 vollständig ausgefüllte Fragebögen gingen in die Bewertung ein. Die vollständige Auswertung der Befragung senden wir Ihnen gerne auf Anforderung zu.

IMWF – Institut für Management-und Wirtschaftsforschung

Das IMWF wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück.

Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und Unternehmen geknüpft werden, die an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessiert sind. Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu initiieren.

Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung dieser Themen zu gewährleisten.

Thomas Mickeleit

Mitglied des wissenschaftlichen Beirats / Leiter der Arbeitsgemeinschaft CommTech

IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH

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